Luise liest aus ihrem postapokalyptisch-utopischen Werk „Hyphen“
Wir alle wissen es – wir alle fühlen es – und in unterschiedlichem Maße ist unser Leben bereits davon gezeichnet: Die Zeiten werden brutaler, komplexer und unsicherer. Krisen türmen sich zu Polykrisen auf und es scheint als ob es kein Zurück zu alten vermeintlichen Sicherheiten geben wird. Klimawandel, Sozialkahlschlag, Faschismus und Technologien bedrohen nicht nur unsere Lebensgrundlagen, sondern machen es zunehmend schwer psychisch gesund zu bleiben. Gesellschaftliche Krisen werden zu inneren Krisen. Unsere Psyche ist belastet, unsere individuelle und kollektive Handlungsfähigkeit ist bedroht. Rechte und Oligarchen haben dies verstanden und nutzen zudem bewusst psychologische Strategien, um die Handlungsfähigkeit einer Zivilgesellschaft zu untergraben.
Wir verstehen das als Angriffe – auf die wir uns auch auf mentaler Ebene verteidigen müssen!
Rund um die Metapher „Mentale Selbstverteidigung“ möchten wir dies in der Veranstaltungsreihe mit euch diskutieren und praktisch bewegen. Wir wollen Emotionen, inneres Erleben und Verkörpertes in den politischen Diskurs bringen. Und ganz konkret individuelles Erleben miteinander verweben und kollektive Strategien entwickeln. Einen Fokus setzen wir in der Reihe auf auf das Kultivieren von gesellschaftlichen Utopien. Nicht um in ein verklärtes Traumland zu flüchten, sondern als Richtschnur gerade in krisenhaften Zeiten um den Bereich des Denkbaren und Möglichen möglichst weit offen zu halten.