Greta Brix und Ole Grönwoldt
Eröffnung: Freitag, 7.8.26, 19.00 Uhr
Konzert 20 Uhr: Tennis m.c.
Es wirkt überladen.
Die vielen Kreise, Linien und Muster konkurrieren ständig um Aufmerksamkeit.
Es fehlt ein klarer Fokus.
Der Blick springt von Element zu Element,
ohne irgendwo zur Ruhe zu kommen.
Es wirkt sehr kühl, unpersönlich und enervierend.
Die strenge Geometrie kann schnell beliebig und monoton werden.
Stark wird auf einen visuellen Effekt gesetzt,
ohne dass sich eine Aussage unmittelbar erschließt.
Beiden Werkgruppen ist das leicht durchschaubare Konzept wichtiger als die
emotionale Wirkung.
Ausstellung: 8.8.-16.8.26
Mo-Fr, 17-19 Uhr, Sa-So 14-19 Uhr
Valentinskamp 34 a, Fabrique, Zugang über die Speckstrasse, 20355 Hamburg
www.momartspace.com
Greta Brix studierte Produktdesign an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Seit über 15 Jahren arbeitet sie als Spezialeffekt-Künstlerin in der Werbebranche. Die intensive Auseinandersetzung mit Material, Farbe und Oberfläche bildet die Grundlage ihrer künstlerischen Praxis.
Ihre Arbeiten entstehen in einem mehrstufigen Prozess. Kreise aus unterschiedlichen Farben, Größen und Materialstärken werden auf einem Drehteller mit Farbe bearbeitet. Durch Spritzen, Tropfen sowie den Einsatz von Sprühfarbe und Lochblechen entstehen vielschichtige Oberflächen, in denen kontrollierte Eingriffe und zufällige Effekte ineinandergreifen. Im letzten Arbeitsschritt werden die einzelnen Elemente zu Collagen zusammengesetzt. Durch das Schichten der unterschiedlich starken Kreise entstehen räumliche Strukturen, die je nach Lichteinfall ihre Wirkung verändern. Transparenzen, Punktmuster und die plastische Tiefe verleihen den Arbeiten eine eigene Materialität und lassen Assoziationen an mikroskopische oder kosmische Systeme entstehen.
Die Werke von Greta Brix bewegen sich zwischen Malerei, Objekt und Relief. Die Werke von Greta Brix bewegen sich zwischen Malerei, Objekt und Relief. Im Mittelpunkt stehen die Wechselwirkungen von Farbe, Licht, Material und Raum.
Ole Grönwoldt studierte ebenfalls an der HfbK Hamburg. Er arbeitet als Designer, Künstler und Szenenbildner mit dem Schwerpunkt Spatial Design und Innenarchitektur. Immer an der Schnittstelle zwischen Raum, Kunst und Kommunikation, entwickelt er Konzepte für Arbeitswelten, Ausstellungen, Production Design und Markeninszenierungen. Bekannt ist Grönwoldt für seinen experimentellen Umgang mit Raum. Neben den angewandten Disziplinen entstehen freie Arbeiten; Zeichnungen, Installationen, grossformatige Malereien und andere künstlerische Arbeiten, die meist zwischen Design und freier Kunst oszillieren. Und das in der richtigen Proportion! Love.
Das Duo Tennis m.c., seit den 2000er Jahren bestehend aus Lutz Koch (Gitarre, Gesang) und Ole Grönwoldt (Schlagzeug), entwickelte in einer Reihe legendärer Liveauftritte die akustische Version einer Musik, die rabiaten Folkpunk-Trotz mit sperriger Balkantristesse, Chanson-Adaptionen mit lakonischen Weltweisheiten und eigenartigen Popsound mit Country-Trash kombiniert. Ihr furioser Lo-Fi-Sound mustert Themen wie Liebe, Tod und die Eitelkeit der Welt, ohne sich darin zu verstricken – mit Humor und Pathos, oft rhythmisch beschwingt und meist stilsicher.
Die Ausstellung wird freundlich unterstützt durch die Programmförderung der Behörde für Kultur und Medien.