Gewaltfreie Männlichkeit- 4,5 - tägiges Gruppenangebot

28. November 2026 - 29. November 2026

Gewaltfreie Männlichkeit

4,5 - tägiges  Gruppenangebot am 28. + 29. November und 11. - 13. Dezember 2026

Das Angebot richtet sich an Cis-Männer.

 

"Ich frage mich: Wie sollen wir mit Männern eigentlich noch zusammenleben? Ich weiß es leider nicht." schreibt Carolina Schwarz angesichts der Nachrichtenlage im Februar 2026 resigniert in der taz.


Die Eppstein-Files, der Fall Gisèle Pelicot, die aktuellen Dunkelfeldstudie zu Gewalterfahrungen, Christian Ulmen - die Dringlichkeit ist kaum noch zu übersehen: es MUSS sich etwas ändern im männlichen geschlechtsspezifischen Verhalten. Aber was genau? Und wie? Viele Männer fühlen sich mit den gesellschaftlichen Prozessen, in denen männliches Verhalten grundsätzlich kritisch hinterfragt und neu gedacht wird, überfordert. Nicht zuletzt deshalb, weil in Partnerschaft, Sexualität und Beruf in häufig immer noch die alten, starren Erwartungen an das klassische Männerbild zu erfüllen sind.

In unserer systemisch-therapeutisch begleiteten Gruppe schaffen wir einen sichereren Raum für die Auseinandersetzung mit dieser Überforderung und den damit verbundenen Themen:
 

  • Individuelle Bedeutungen von Männlichkeit


Reflexion eigener Vorstellungen, Erwartungen und Erfahrungen. Welche Erwartungen werden von der Gesellschaft an Männer herangetragen? Was davon möchten wir erfüllen, wo gibt es Widerstände? Und was brauchen wir, um Widersprüche und Widerstände integrieren zu können?
 

  • Männlichkeit im Kontext von struktureller Gewalt und Macht


Was bedeutet Macht für mich? Wie ist diese Bedeutung mit meiner individuellen Bedeutung von Männlichkeit verknüpft? Ist es uns als Mann möglich, gleichzeitig selbstermächtigt und gewaltfrei zu sein?
 

  • Umgang mir herausfordernden Emotionen


Männer finden oft nur schwer Zugang zu den Bereichen ihrer Gefühlswelt, dich nichts mit Wut zu tun haben. Wie können wir Zugang zu jenen Teilen finden und so ein authentisches Fühlen in der Gegenwart ermöglichen? Und wie integrieren wir jene Emotionen, die uns herausfordern oder ängstigen?
 

  • Männlichkeit und Sexualität


Im Sexuellen verdichten sich die Zuschreibungen unserer Geschlechtlichkeit. Ein Blick auf männliche und weibliche Sexualität ist ein Blick auf die Konzepte der Geschlechter. Wie schaffen wir darin eine Autonomie des Begehrens im Konsens mit unseren Partner:innen?
 

  • Reflexion von Männlichkeits-Konzepten im Kontext der eigenen Biographie


Wie wir uns und die Welt sehen, wird im wesentlichen durch die Botschaften geprägt, die wir in der Zeit unseres Aufwachsens aufgenommen haben. Gerade in Stress-Situationen werden diese frühen Botschaften auch im Erwachsenen-Alter wieder lebendig. Was haben wir in der frühen Phase unseres Lebens über Männlichkeit gelernt? Und ist dies die Männlichkeit, die wir im Hier und Jetzt leben wollen?

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