Vortrag mit anschließendem Reflexionsteil
Sexualisierte Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Es wird jedoch immer noch und viel zu häufig als „individuelles Einzelfalldrama“, „Privatsache“ oder „Beziehungsproblem“ verhandelt und strukturelle Gewaltverhältnisse damit geleugnet.
Außerdem verbleibt die Analyse zu sexualisierter Gewalt häufig in der Wahrnehmungsschablone von ausschließlich männlicher Täterschaft und weiblichen Betroffenen. Gewalt innerhalb von queeren Beziehungen ebenso wie männliche Betroffenheit wird dadurch unsichtbar gemacht.
Aber welche gesellschaftlichen Strukturen begünstigen grenzüberschreitendes Verhalten und Übergriffe? Wie kann ein gemeinsames Sprechen über Übergriffigkeit und sexualisierte Gewalt möglich sein, ohne die Betroffenen und deren Erlebnisse zu hierarchisieren? Welche Sprache steht dafür überhaupt zur Verfügung?
Im Vortrag werden die Zusammenhänge zwischen patriarchalen Machtverhältnissen und sexualisierter Gewalt als Mittel der Unterdrückung thematisiert. Außerdem werden Vorurteile und feste Vorstellungen über Täterschaft und Betroffenheit in Frage gestellt und damit strukturelle Mechanismen des Verdeckens aufgezeigt.
Referent*in:
Frauke Schußmann (sie/ ihr, kein Pronomen)
Systemische Berater*in (i.A.), Sexualpädagog*in (GSP) und angewandte Sexualwissenschaftler*in, arbeitet freiberuflich zu den Themen Queer Feminismus, Sexualität & Sprache, Diversität und sexualisierte Gewalt in der Erwachsenenbildung und unterschiedlichen Beratungskontexten.
Tickest 10/15/20€
Hier: https://fuckyeah.shop/produkt/keineprivatsache/
Im Seminarraum, 4. Stock Fabrique