Sie überlebte die Verfolgung durch den Nationalsozialismus, weil ihre Mutter sie und ihren Bruder Gady mit einem Kindertransport nach Schweden schickte. Ihr Vater Pudl war im Rahmen der sog. Polenaktion im Oktober 1938 aus Hamburg gewaltsam nach Polen abgeschoben worden. Nach dem Überfall der Nazi-Wehrmacht auf Polen wurde er ebenso wie Peggys Mutter Hertha in Treblinka ermordet.
Zeit ihres Lebens setzte sie sich leidenschaftlich für eine solidarische Gesellschaft ein und kämpfte furchtlos gegen alte und neue Nazis. Zusammen mit Esther Bejarano und anderen setzte sie sich dafür ein, dass der 8. Mai, der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus, zum Feiertag erklärt wird. Trotz des unermesslichen Leids, das ihrer Familie widerfahren ist, hat sich Peggy eine unglaubliche Liebessehnsucht und -kraft bewahrt und ein erfülltes Leben geführt, das nun zur Neige gegangen ist. In unserer Erinnerung wirst du immer lebendig sein, liebe Peggy!
Die Trauerfeier findet Dienstag, den 18. März, um 11 Uhr in der Trauerhalle des jüdischen Friedhofs, Ilandkoppel. 68 statt. Statt Kränzen und Trauergestecken würde sich Peggy über eine Spende zu Gunsten der Heerlein und Zindler-Stiftung sehr gefreut haben (IBAN: DE 24 2005 0550 1214 1228 95, Stichwort: Peggy).