eija
Der hessische Zustimmungslaut im Titel eija bekräftigt zunächst nur die gemeinsame Herkunft der beiden Künstler Hannah Rath und Swen Erik Scheuerling. Denn 'eija sischer' oder 'eija klaar' ist in ihrer Ausstellung reichlich wenig: Im Gegenteil provozieren sie gezielt Unsicherheiten im Betrachtungsprozess. Indem sie Statisches wie Schrift flirren lassen oder Dingen eine eigene Dynamik verleihen, stellen sie unsere weltlichen Bezugsgrößen in Frage. Lässt man sich aber auf ihre Anschauungen ein, scheint am Ende eine laufende Instabilität unserer Wahrnehmung die gesichertste Erkenntnis.
Hannah Rath setzt in ihrer künstlerischen Arbeit stets bei einer Verräumlichung von Schrift an. Sie entledigt Sprache ihrer kommunikativen Funktionalität und gewährt Einsichten in ihr materialästhetisches Eigenleben. Swen Erik Scheuerlings künstlerische Auseinandersetzung dreht sich dagegen im Wesentlichen um die Auflösung genormter Räume. Er setzt Raumgrenzen in Bewegung oder konstruiert temporäre, aus dynamischen Kräften resultierende Gebilde. Mit ihren Eingriffen in Schrift und Raum fordern die beiden Künstler zwei fundamentale Ordnungssysteme unsere Kultur heraus.
(von Johanne Mohs)
'Loge' im Gängeviertel, Valentinskamp 34, 20355 Hamburg
Vernissage Freitag, 8.02.2013, 19 Uhr, mit Musik
Finissage Freitag, 22.02.2013, 19Uhr
Öffnungszeiten Di-So, 15 -19 Uhr