Einladung
FOTODIPLOME (2008-2010) - DIE LETZTEN IHRER ART
Vernissage: 20. März 2010 um 19 Uhr
Ausstellung:bis 2. April 2010 von 9-20 Uhr
Jeden Mi-So von 14-20 Uhr
Ort:Im Gängeviertel
Die ehemaligen Fotografiestudenten der HAW laden Sie herzlich ein zur großen Ausstellung im Gängeviertel ein.
Die Ausstellung ist mit 18 Absolventen nicht nur eine der umfangreichsten Ausstellungen von Diplomarbeiten, sondern wohl auch die letzte dieser Art. Die Umstellung auf das Bachelor/ Master System rückt näher – das Ende des Diplomstudienganges- und damit auch ein Studieren jenseits von Creditpoints und Turbostudium.
Ein guter Zeitpunkt einen Blick zurück zu werfen und Bilanz zu ziehen auf die letzten Jahre und ein noch besserer Zeitpunkt um umfassenden Einblick in das vielfältige Schaffen der Studierende zu geben.
Das Spektrum der gezeigten Arbeiten ist breit gefächert, erstreckt sich von der Beschäftigung mit sozialer Problematik bis zur psychologischen Sezierung des eigenen Umfelds. So vielfältig die Arbeiten sind, so sehr wird ihr Bestreben deutlich den Themen
umfassend auf die Spur zu gehen und immer wieder den Blick auf Themenfelder zu richten, die im Informationsüberfluss der heutigen Gesellschaft unterzugehen drohen.
Haltung zu beziehen, soziale Themen zu erörtern, fremde Kulturen zu erforschen und vergessene Winkel der Gesellschaft sichtbar zu machen, bleibt eine wichtige Aufgabe der hier gezeigten Diplomarbeiten.
Sie erzählen von den Veränderungen am Rande der sozialen Netze, vom Dasein der Asylbewerber in Deutschland, von den zurückgehenden religiösen Bindungen und einem generellen Wertewandel, der die Gesellschaft nach neuen Vorbildern suchen lässt.
Die Fotografinnen und Fotografen werfen aber auch einen Blick weit über die Grenzen
Europas hinaus. So erzählen sie vom Leben der Menschen in Ramallah jenseits der Sensationsbilder des Nahostkonflikts oder dem Gleichberechtigungskampf von Frauen in der Mongolei. Sie thematisieren Migrationsschicksale von Kindern in Südamerika, sowie das idealisierte Heimatbild Deutscher Auswanderer am anderen Ende der Welt.
Es werden utopische Stadtwelten der Vergangenheit mit neuem Leben gefüllt, und in den gegenwärtigen nach den Momenten des Innehaltens gesucht.
Aber auch der Blick auf sich selbst spielt eine wichtige Rolle. Die Fotografie als autobiographisches Instrument findet ebnso seinen Platz.
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