3 Tage Filmsprint zur „Mietenwahnsinn stoppen!“ Demonstration

25. Oktober 2011
20:00 -23:00 Uhr

Ab Dienstag den 25.10.2011 findet im Gängeviertel ein Filmsprint zur „Mietenwahnsinn stoppen!“ Demonstration am 29.10. statt. In den drei Tagen werden verschiedene Filme gezeigt, die sich thematisch mit Wohnungsnot und alternativen Lebensräumen auseinandersetzen. Die Filmreihe findet unter dem Motto „Mietenwahnsinn Film Kaltstart“ statt.

Beginn aller Filme um 20:00 Uhr im Gängeviertel

Im Anschluss an die jeweiligen Filme steht Raum für eine Diskussionsrunde zur Verfügung



Di 25.10.:    Strategie der Schnecke

        Ein altes Mietshaus in einem Vorort der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Der Besitzer, ein neureicher Yuppie, will das Haus entmieten, die Bewohner auf die Straße setzen, doch in der "Casa Uribe" lebt eine bunt zusammengewürfelte Schar: Jacinto, der alte Anarchist; Romero; ein Anwalt ohne Zulassung, der aber alle Gesetzestricks kennt; ein Pater, der im Diesseits Befriedigung sucht; Gabriel, der sich als Gabriela verkauft; eine Alte, die mit einem Scheintoten lebt und der ein Wunder geschieht. Sie alle besitzen keine Chance, aber sie nutzen sie. Denn der Anarchist Jacinto entwickelt einen schlitzohrig-genialen Plan, wie man die noch verbleibende Zeit bis zum angedrohten Rauswurf nutzen kann: DIE STRATEGIE DER SCHNECKE...
Ein Film mit umwerfendem Witz und lateinamerikanischen Charme. "DIE STRATEGIE DER SCHNECKE ist populäres lateinamerikanisches Kino im besten Sinne des Wortes: Politisch engagiert, aber gleichzeitig mit viel Kraft und Spaß inszeniert" (TIP).
Buch und Regie: Sergio Cabrera
Mit Frank Ramírez (Rechtsanwalt Romero) Fausto Cabrera (Jacinto der Anarchist), Florina Lemaitre (Gabriel/Gabriela), Humberto Dorado (Gegenanwalt), Victor Mallarino (Hausbesitzer)
Kolumbien 1993 - 115 Min. - 35 mm - Farbe
Originalfassung mit deutschen Untertiteln



Mi 26.10.:    Neuland

        Ein Bürgermeister ruft nach Kolonisten. Zwei Studenten bauen ihre berufliche Existenz mit Schnecken auf. Ein Planer löscht seine Stadt aus. Ein Heimkehrer züchtet Bisons im Tagebau. Ein Arbeitsloser mobilisiert „Überflüssige". Ein Rechtsanwalt experimentiert mit Geld. Ein Sozialwissenschaftler spricht von ländlichen Ghettos, Jugendliche über ihre Zukunft in einer sterbenden Stadt. Ein Pionier will im toten Kraftwerk eine lebendige Brauerei. Eine Frau schließt das letzte Kino der Stadt. Ein Bauer kämpft für ein energetisch autarkes Dorf. Eine Kommune zieht in eine ehemalige Puppen-Fabrik. Kulturschaffende wehren sich gegen Nazis. Ein Politiker sieht in regenerativen Energien die Zukunftschance. Neue Siedler besetzen ländlichen Raum. Sie alle leben in...
Neuland
Werden wir verschiedene Gesellschaften in unterschiedlichen Räumen haben? Im September 2004 sorgte die Infragestellung der „Notwendigkeit gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen Deutschlands" durch den Bundespräsidenten Horst Köhler für einen kurzen Aufruhr in den Medien des Landes. Nachhaltig aber sind die Probleme, mit denen sich heute zahlreiche Regionen konfrontiert sehen. De- oder Hyperindustrialisierung sind verantwortlich für eine hohe flächendeckende Arbeitslosigkeit. Die Kommunen sind aussichtslos verschuldet. Zunehmend können Infrastrukturleistungen nicht mehr aufrecht erhalten werden. Den disparaten Regionen laufen die Menschen davon. Wenn aber „Gleichwertigkeit“ nicht mehr garantiert wird, könnte dann aus dem „Schattenreich der Globalisierung“ nicht auch ein „Neuland“ für Experimente, Lebens- und Arbeitsweisen jenseits bzw. parallel der aktuellen Vergesellschaftung entstehen?
Neuland ist ein Reisebericht durch die ostdeutsche Transformationslandschaft. Die Verdichtung von Realitätsfragmenten unterschiedlicher Akteure, von Pionieren und ihren Projekten regt an, Neuland zu denken.
(Daniel Kunle & Holger Lauinger, D 2007, 74 min, DV / Beta, 16:9 pal, Farbe, Stereo)


Do 27.10.:    Kurzfilmrolle von Jörg Krach
Jörg präsentiert u.a. seine eigenen Filme zum Thema Hausbesetzungen, Bauwagenplätzen und Gentrification. Im Anschluss an die Filme freut er sich über einen Informationsaustausch, sowie Diskussionen zu den Themen.


„Gewalt“ 1984 HPB (NDR Talkshow zur Hafenstraße  (5 min)

„Polizeiüberfall auf die Hafenstraße“ 1988 HPB  (30min)
Räumung der Bauwagen
„Notausgang“ 1989/1990 Ottenser Häuserkampf  (24min von Jörg Krach)

„gegen Schickimicki“ Ottensen 1991  (5 min von Jörg Krach)

„Der Hausgeist geht um“ 1991  (20 min von Jörg Krach)

Besetzung, Entseuchung und Winterfestmachung Klausstr. 12/14

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